
Markt-Update: Warum PV Module und Batteriespeicher ab April teurer werden
Als Installateur sind Sie am liebsten auf dem Dach oder am Zählerkasten im Einsatz. Preisunsicherheiten bei Ihren Materialien sind das Letzte, was Sie gebrauchen können. Dennoch gibt es Neuigkeiten aus der Lieferkette, die wir gemeinsam im Auge behalten müssen.
Vielleicht haben Sie es schon bemerkt: Die Preise für Solarmodule steigen in diesem Quartal langsam wieder an. Grund dafür sind die weltweit steigenden Kosten für Rohstoffe wie Silber und Polysilizium. Die Spielräume der Hersteller sind erschöpft, wodurch die Tiefstpreise des letzten Jahres unter Druck stehen. Zum 1. April 2026 kommt eine weitere Verschärfung hinzu, da die chinesische Regierung die Exportregeln für Photovoltaik-Produkte und Batterien drastisch ändert.
Was ist der Hintergrund?
Die chinesische Regierung hat beschlossen, die finanzielle Unterstützung für den Export von PV-Produkten einzustellen. Bisher erhielten Hersteller in China eine erhebliche Steuervergünstigung (9 % MwSt.-Rückerstattung), wenn sie ihre Produkte ins Ausland verkauften. Dieser Rabatt wird nun fast vollständig abgeschafft.
Wichtige Termine für Ihre Planung:
PV Module (Module & Zellen): Zum 1. April 2026 entfällt die vollständige MwSt.-Rückerstattung (von 9 % auf 0 %). Dies bedeutet einen unmittelbaren Anstieg der Einkaufspreise für Module.
Batterien: Hier erfolgt die Umstellung schrittweise.
Ab dem 1. April 2026 sinkt der Nachlass von 9 % auf 6 %.
Ab dem 1. Januar 2027 entfällt er vollständig.
Rohstoffe: Gleichzeitig steigen die Preise für Silber, Polysilizium und Lithium. Die Hersteller können diese Kosten nicht mehr abfangen, was zu Preissteigerungen auf breiter Front führt.

Was bedeutet das für Sie?
Die Hersteller reagieren unterschiedlich: Einige werden ihre Preise direkt zum 1. April anheben, andere schrittweise. Sicher ist jedoch: Die extrem niedrigen Preise der letzten Zeit werden verschwinden. Für Sie als Installateur bedeutet dies, dass Angebote, die Sie heute für Projekte im Mai oder Juni erstellen, später möglicherweise nicht mehr rentabel sind.
Wie ESTG Sie unterstützt:
Immer aktuelle Preise: In unserem Webshop sehen Sie direkt die aktuellen Bestände und Preise. Keine bösen Überraschungen im Nachhinein.
Schnelle Abwicklung: Benötigen Sie Module oder Batterien für ein Projekt? Bestellen Sie direkt, und wir sorgen für eine schnelle Lieferung auf die Baustelle, damit Sie sich die aktuellen Konditionen sichern.
Alles aus einer Hand: Von Modulen und Batterien bis hin zu den neuesten Ladestationen – verwalten Sie alles zentral über Ihr Konto.
Unser Tipp: Warten Sie nicht zu lange: Haben Sie Projekte für dieses Frühjahr geplant? Bestellen Sie die nötigen Materialien rechtzeitig. Indem Sie jetzt bestellen und den Liefertermin festlegen, vermeiden Sie zukünftige Höchstpreise oder plötzliche Lieferengpässe aufgrund der erwarteten Marktnachfrage. Haben Sie ein Großprojekt, bei dem Sie unsicher sind? Rufen Sie uns an – wir erarbeiten gemeinsam die beste Strategie.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu den Preisänderungen 2026
1. Warum genau steigen die Preise für PV Module jetzt an? Der Anstieg hat zwei Ursachen. Einerseits steigen die Kosten für Rohstoffe wie Silber und Polysilizium weltweit. Andererseits streicht China zum 1. April 2026 die 9 % MwSt.-Exportrückerstattung für Hersteller. Da die Hersteller diese Kosten nicht mehr selbst tragen können, werden sie im Preis der Module weitergegeben.
2. Steigen auch die Preise für Batterien sofort um 9 %? Bei Batterien erfolgt der Abbau der MwSt. schrittweise. Zum 1. April 2026 sinkt die Exportrückerstattung von 9 % auf 6 %. Die vollständige Abschaffung folgt am 1. Januar 2027. Obwohl der Anstieg etwas moderater ausfällt als bei Solarmodulen, sorgen auch hier steigende Lithiumpreise für eine Preissteigerung.
3. Wann ist der beste Zeitpunkt für den Einkauf von Q2-Projekten? Wir empfehlen, dies spätestens im Februar oder Anfang März zu tun. Chinesische Hersteller arbeiten derzeit mit Hochdruck daran, Lagerbestände vor dem Stichtag am 1. April zu verschiffen. Nach diesem Datum erwarten wir nicht nur höhere Preise, sondern auch einen vorübergehenden Rückgang der Verfügbarkeit, da Hersteller ihre Kapazitäten drosseln könnten, um Kosten zu sparen.
4. Welche Auswirkungen hat dies auf laufende Angebote für meine Kunden? Angebote, die Sie jetzt für Installationen nach dem 1. April erstellen, sind riskant. Wenn Materialien erst im April eingekauft werden, könnten die Kosten um 10 % bis 30 % höher liegen als heute. Es ist ratsam, Angeboten eine kürzere Gültigkeitsdauer zu geben oder Kunden eine zeitnahe Entscheidung zu empfehlen, um sich den aktuellen Preis zu sichern.
5. Sind europäische PV Module eine gute Alternative? Obwohl europäische Hersteller weniger von den chinesischen Exportregeln betroffen sind, steigen auch ihre Kosten aufgrund der höheren Rohstoffpreise. Zudem ist die europäische Produktionskapazität begrenzt, sodass chinesische Module trotz des Anstiegs oft die wettbewerbsfähigste Option bleiben.